Was passiert ist...

Es ist soooo unglaublich lange her, dass ich einen Blogpost verfasst habe….

 

Diejenigen von euch, die mich auf Insta oder YouTube verfolgen, wissen es schon.

Es ist so unglaublich viel passiert im letzten Jahr, das mir einfach nicht der Kopf danach stand, einen Blogbeitrag zu schreiben.

Aber jetzt ist bei uns wieder Normalität eingekehrt und ich freue mich sehr, dass ich endlich wieder schreiben kann.

 

2018 War ein schreckliches Jahr, und 2019 meinte es bis jetzt auch nicht sonderlich gut mit uns.

Aber von vorne:

 

Im Sommer 2018 verletzte sich Kenny schwer.

Fesselringband Syndrom mit angerissener Sehne.

Es war klar, dass er nie wieder reitbar sein würde.

Bei manchen Pferden ist es heilbar, bei Kenny war es das leider nicht. Die Ärztin in der Klinik meinte aber, dass er durchaus noch ein schönes Rentnerleben auf der Weide führen könnte.

Natürlich musste er dementsprechend behandelt werden und wir haben alles versucht, damit es ihm besser geht.

 

Den Winter und auch das Frühjahr über, ging es ihm soweit sehr gut und er konnte ganz normal auf der Weide laufen.

Im November 2018 wurde ich unfassbar enttäuscht.

Eine angebliche „Freundin“ hat mich über mehrere Monate schwer hintergangen. Mich angelogen und Unwahrheiten über mich erzählt.

Für mich ein harter Schlag ins Gesicht, da ich Sie als gute Freundin gesehen habe. Es war wirklich schlimm für mich so hintergangen zu werden.

Im Februar entschied ich mich (aus persönlichen Gründen, die ich hier nicht näher aufführen möchte) meinen eigenen Stall aufzugeben.

 

Nach über 8 Jahren Selbstversorger, keine einfache Entscheidung.

Schnell war klar, Paul brauchte ein neues Heim.

Da das Shetty meiner Bekannten unerwartet verkauft wurde und ich beschloss Kenny und Bill in einen Pensionsstall zu stellen, musste für Paul ein neues Heim gefunden werden.

Ich wollte unter keinen Umständen, dass er in einer Großpferde Herde steht, ohne Shetty Gesellschaft.

Paul ist ja nur 78 cm groß und eine Herde von Großpferden ist absolut nicht gesund für so ein kleines Pony.

Ich begab mich auf die Suche nach einem neuen Heim und hatte Riesen Glück:

Paul konnte beim „Pferdehoshi“ unterkommen.

Wir kennen uns über YouTube ja schon sehr lange und für mich war es die Beste Lösung.

Ich weiß das Hoshi ALLES für seine Pferde tut und er war zu dem Zeitpunkt zufällig auf der Suche nach einem bzw. 2 Ponys.

Wir wurden uns schnell einig, und Paul zog im April in sein neues Heim, indem er im Offenstall mit seinem neuen Freund Egon lebt.

Ein besseres Heim hätte ich mir nicht vorstellen können für ihn.

 

Es war also an der Zeit, dass Bill und Kenny umziehen konnten.

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen alten Stall… Vor dem Eingang waren Treppen, die die Pferde überwinden mussten, um in den Stall zu kommen.

2 Tage vor dem Umzug ist Kenny mit seinem verletzten Bein auf dieser Treppe ausgerutscht und war wieder lahm.

Ich habe ihn mit dem Tierarzt behandelt und sie meinte, es sei bestimmt nur eine Zerrung und das alles wieder gut werden würde.

Im Neuen Stall habe ich Kenny dann erstmal in seiner großen Paddockbox gelassen und nicht mit auf die Weide gestellt.

Sein Bein wurde auch wieder besser und die Tierärztin gab grünes Licht um ihn wieder auf die Koppel zu stellen.

Ich habe also langsam angefangen ihn im Schritt zu führen und etwas zu bewegen.

Und dann kam der Tag, den ich in meinem Leben nicht mehr vergessen werde.

 

Ich kam Morgens zum Stall und wollte Kenny mit auf die Weide stellen.

Er stand auf 3 Beinen in der Box…

Was genau passiert ist, könnt ihr euch in einem meiner YouTube Videos anschauen.

Ich möchte hier nicht ins Detail gehen.

Kenny musste leider an diesem Tag eingeschläfert werden, weil die Sehne gerissen war.

Wie das passiert ist, weiß niemand.

Er stand die Nacht in der Box und den Abend vorher war alles in Ordnung.

Wie gehen davon aus, dass er beim Aufstehen ausgerutscht ist und die sowieso schon geschädigte Sehne dabei gerissen ist.

Es war ein furchtbarer Tag, den ich niemals vergessen werde.

 

Kurz nachdem Kenny gestorben ist, hat der Hufschmied von Bill ihn viel zu kurz ausgeschnitten.

Er landete mit einer schweren Huflederhaut-Entzündung in der Pferdeklinik, in der er eine Woche behandelt wurde.

In der Zwischenzeit zog ich mir eine schwere Lebensmittelvergiftung zu und landetet ebenfalls im Krankenhaus.

Nach einer Woche durfte ich auch das Krankenhaus verlassen.

Bill und auch ich brauchten gut 7 Wochen, um uns zu erholen.

Langsam trainiere ich Bill wieder an und ihm geht es wieder gut.

Ihr mein es geht nicht schlimmer? Geht doch:

Zu diesem Horror Jahr kam auch noch, dass ich im Januar 2018 meine Scheidung eingereicht habe und sich das Ganze über ein Jahr hingezogen hat.

 

Mittlerweile bin ich glücklich geschieden, in einer neuen Partnerschaft und habe ein gesundes Pferd in einem Pensionsstall stehen, in dem wir uns beide super wohl fühlen.

Nach so vielen schlimmen Monaten geht es nun endlich bergauf und ich hoffe sehr das ich euch, auch hier auf meinem Blog, wieder mehr an unserem Leben teilhaben lassen kann.

 

Danke an diejenigen die immer noch treu hinter uns stehen, auch wenn wenig von uns kam die letzten Monate.

Das Team „blindly follow horses“ ist sehr geschrumpft, aber ich hoffe das Bill und Ich euch noch viel im Training und im Pferdealltag mitnehmen können.

Ob wir nochmal Pferdezuwachs bekommen? Das steht momentan noch nicht fest.

Bevor ich mir nochmal Verantwortung aufhalse, müssen wir erstmal alles verarbeiten und wieder einen normalen Lebensrhythmus finden.

 

Ich hoffe ihr seid weiterhin an unserer Seite!

Eure Jenny

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Selina (Donnerstag, 26 September 2019 19:34)

    Natürlich die jennycrew steht immer hinter dir❤️❤️